Département Jura 2018.

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Januar - Hochwasser am Fluss Doubs. Die königliche Saline von Arc-et-Senans erbaut von dem klassizistischen französischen Architekt Claude-Nicolas Ledoux.

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Der Hof war schockiert, der König empört: Mehr als 140 Säulen auf einer pompösen Anlage, die optisch so gar nichts mehr mit einer Fabrik zu tun hatte, sondern eher einer Schlossanlage glich – das war zu viel für die herrschende
Klasse im Frankreich des Jahres 1774. Prunkbauten als Symbole für Reichtum und Macht waren bitteschön ihr vorbehalten, und eine Saline – wenngleich eine königliche – hatte in erster Linie produktiv zu sein und nicht durch
klassizistische Formensprache zu glänzen. "Palast ist Palast und Fabrik Fabrik", so vereinfacht das Urteil. Claude-Nicolas Ledoux sah das anders. Zwar modifizierte der Architekt seinen ersten – von Ludwig XV. abgelehnten –
Entwurf für den Bau der Königlichen Saline in Arc-et-Senans grundlegend, doch auf Säulen und eine repräsentative Ästhetik wollte er nicht verzichten. Ledoux und seiner Überzeugungskraft ist es zu verdanken, dass die Anlage
zur Salzgewinnung unter dem neuen König Ludwig XVI. schließlich ab 1775 gebaut und 1779 fertiggestellt wurde. Und Ledoux’ Verdienst ist es auch, dass die Region Franche-Comté im Osten Frankreichs heute über eine
Sehenswürdigkeit verfügt, die dem ländlich geprägten, ansonsten unspektakulären Landstrich etwas Dramatik und Würze verleiht. Rund 200 Arbeiter waren in der Saline tätig. Das Dörfchen Arc-et-Senans mit seinen knapp 1500
Einwohnern entstand selbst erst im Zuge des Salinenbaus. Für deren Standort hatten die Bauherren den Flecken zwischen den beiden Dörfern Arc und Senans gewählt, in unmittelbarer Nähe zu den königlichen Wäldern von Chaux.
Vom rund 20 Kilometer entfernten Salzabbauort Salins-les-Bains wurde die Sole über Rohrsysteme in die Saline geleitet und dort von 200 Arbeitern gesiedet. Das Holz dafür wurde in den Wäldern ringsum geschlagen.
Artikel aus der Passauer Neuen Presse.

Fotografiert mit Sony DSC-RX100 III.

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